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Wir möchten in die USA – aber wohin eigentlich?

ca. 7 Min. Lesezeit

Eine meiner ersten Fragen in einem Beratungsgespräch lautet meistens:

„Wissen Sie denn schon, wo es hingehen soll?“

Manchmal kommt die Antwort sofort. Kalifornien. Florida. New York. Yellowstone.

Genauso häufig blicke ich aber erst einmal in ratlose Gesichter.

Und dann fällt gelegentlich ein Satz, den ich inzwischen ziemlich gut kenne:

„Wir haben drei Wochen Zeit. Da würden wir gerne einmal alles sehen.“

Das wird schwierig.

Nicht weil drei Wochen für eine USA-Reise zu kurz wären. Ganz im Gegenteil. Mit drei Wochen lässt sich eine fantastische Rundreise planen. Nur eben nicht durch die gesamten USA.

Das Problem sind nicht zu wenige Möglichkeiten

Viele meiner Kunden haben sich vor unserem ersten Gespräch längst mit ihrer Reise beschäftigt. Sie haben im Internet recherchiert, Reiseführer gelesen, Videos angeschaut und wahrscheinlich schon einige Abende vor Google Maps verbracht.

Das Problem ist deshalb meistens nicht, dass sie keine Ideen haben.

Sie haben zu viele.

New York würden sie gerne sehen. San Francisco natürlich auch. Wenn man schon im Westen ist, könnte man doch noch Las Vegas mitnehmen. Der Grand Canyon gehört eigentlich ebenfalls dazu. Florida wäre mit den Kindern bestimmt toll. Und Yellowstone sieht auf den Bildern auch fantastisch aus.

Irgendwann ist die Liste ziemlich lang.

Und aus der ursprünglichen Frage „Was möchten wir sehen?“ wird langsam die Frage:

„Was davon sollen wir bloß weglassen?“

Genau an diesem Punkt beginnt für mich eigentlich die Reiseplanung.

Ich frage zunächst gar nicht nach Sehenswürdigkeiten

Wenn noch keine Region feststeht, bringt es wenig, sofort über Nationalparks oder einzelne Städte zu sprechen.

Mich interessiert zunächst etwas anderes.

Wer reist überhaupt mit? Ist es eine Reise zu zweit oder eine Familie? Kommen Kinder mit? Wenn ja: Wie alt sind sie?

Dann geht es um die Vorstellungen vom Urlaub. Soll möglichst viel Natur dabei sein? Sind große Städte wichtig? Darf es zwischendurch auch einmal etwas ruhiger werden oder soll möglichst viel passieren?

Ist ein Badeurlaub oder zumindest ein paar Tage am Strand ein Thema? Wie lange darf eine Tagesetappe im Auto sein? Wann soll die Reise stattfinden? Wie viel Zeit steht insgesamt zur Verfügung? Und natürlich spielt irgendwann auch das Budget eine Rolle.

Nach diesen Fragen kann ich die möglichen Regionen meistens schon ziemlich gut eingrenzen.

Du musst noch keine fertige Route haben

Wenn du eine USA-Reise anfragst, musst du mir nicht bereits sagen können, welche Nationalparks du besuchen und in welchen Städten du übernachten möchtest. Reisezeit, Reisedauer, Mitreisende und eine ungefähre Vorstellung davon, was euch im Urlaub wichtig ist, reichen für den Anfang völlig aus. Den Rest können wir im Gespräch herausfinden.

Drei Wochen Zeit – einmal alles, bitte

Gerade bei der ersten USA-Reise ist die Versuchung groß, möglichst viel in eine Reise zu packen.

Das kann ich gut verstehen. Wer nicht weiß, wann er das nächste Mal in die USA kommt, möchte natürlich möglichst wenig verpassen.

Das Problem ist nur: Irgendwann besteht die Rundreise hauptsächlich aus Kofferpacken, Auschecken und Autofahren.

Auf einer Karte sehen zwei Orte manchmal erstaunlich nah beieinander aus. In der Realität können trotzdem mehrere Stunden Fahrt dazwischenliegen. Und nur weil sich ein zusätzlicher Ort irgendwie in die Route einbauen lässt, bedeutet das noch lange nicht, dass er dort auch hineingehört.

Mietwagen auf einer Straße mit Wegweisern zu verschiedenen Zielen in den USA

Bei meinen eigenen Reisen halte ich es inzwischen genauso: Ich streiche lieber einen Ort von der Liste, als drei weitere einzubauen, für die am Ende eigentlich keine Zeit bleibt.

Das ist bei einer Kundenreise nicht anders.

Für viele Erstbesucher passt tatsächlich der Südwesten

Wenn jemand zum ersten Mal in die USA reist, landen wir im Beratungsgespräch relativ häufig beim Südwesten.

Das hat einen einfachen Grund: Dort lassen sich viele Dinge miteinander kombinieren, die man sich unter einer klassischen USA-Rundreise vorstellt.

Große Städte wie San Francisco, Los Angeles oder Las Vegas, der Roadtrip mit dem Mietwagen und dazu Landschaften wie Grand Canyon, Zion oder Bryce Canyon. Je nach Zeit und persönlichen Interessen lässt sich daraus eine sehr abwechslungsreiche Route zusammenstellen.

Für viele ist das genau die USA-Reise, von der sie vorher schon eine ungefähre Vorstellung im Kopf hatten.

Aber eben nicht für alle.

Vielleicht passt Florida viel besser

Eine Familie mit Kindern, die Wärme möchte, gerne badet und vielleicht Freizeitparks besuchen möchte, hat möglicherweise ganz andere Vorstellungen.

Dann kann Florida die passendere Antwort sein.

Auch dort kann man mit dem Mietwagen unterwegs sein, verschiedene Orte miteinander kombinieren und eine Rundreise machen. Das Reisegefühl ist aber ein völlig anderes als zwischen Las Vegas, Zion und Grand Canyon.

Und genau darum geht es mir.

Ich möchte niemanden in den Südwesten schicken, nur weil es die erste USA-Reise ist.

Oder wir landen am Ende in Neuengland

Vielleicht stehen kleinere Orte, Küste und Landschaft viel weiter oben auf der Wunschliste als Las Vegas und Los Angeles. Vielleicht sollen die Tagesetappen überschaubar bleiben und riesige Metropolen spielen gar keine so große Rolle.

Dann können wir uns beispielsweise Neuengland näher anschauen.

Bei anderen Kunden führt das Gespräch wiederum in eine ganz andere Ecke der USA.

Es gibt dafür keine Tabelle, in der nach zehn Fragen automatisch die richtige Region aufleuchtet.

Und genau das finde ich gut.

Die eine perfekte Route gibt es nicht

Das sage ich meinen Kunden allerdings auch.

Wenn wir nach einem Beratungsgespräch bei einer bestimmten Route angekommen sind, bedeutet das nicht, dass keine andere USA-Reise ebenfalls zu ihnen passen würde.

Vielleicht könnte dieselbe Familie sowohl mit Florida als auch mit einer Route durch Kalifornien einen tollen Urlaub verbringen.

Nur hilft es irgendwann nicht mehr weiter, immer neue Möglichkeiten auf den Tisch zu legen.

Wer zu mir kommt, möchte schließlich nicht mit fünf verschiedenen Routenvorschlägen nach Hause gehen und anschließend wieder vor genau demselben Problem stehen wie vorher.

Irgendwann gehört zu einer guten Beratung deshalb für mich auch eine klare Empfehlung.

Irgendwann sage ich: Das ist eure Route

Natürlich nicht einfach aus dem Bauch heraus.

Bis dahin weiß ich, wer mitreist, wann die Reise stattfinden soll, wie lange sie dauern darf und was den Reisenden wichtig ist. Ich weiß ungefähr, wie viel gefahren werden soll, welche Art von Urlaub sie sich vorstellen und welches Budget zur Verfügung steht.

Aus diesen Informationen entsteht nach und nach eine Reise.

Persönliche Beratung und Planung einer individuellen USA-Rundreise

Und irgendwann sage ich dann nicht mehr: „Man könnte vielleicht …“

Sondern ich empfehle eine konkrete Route.

Dann erkläre ich, warum ich genau diese Region gewählt habe, warum die Reihenfolge der Orte funktioniert und weshalb ich an einer Stelle vielleicht drei Nächte eingeplant habe, an einer anderen aber nur eine.

Natürlich könnten wir danach noch einmal alles umwerfen.

In den meisten Fällen passiert das aber gar nicht.

Denn häufig ist genau diese Entscheidung das, was vorher gefehlt hat.

Manchmal muss jemand die Möglichkeiten einfach kleiner machen

Die USA bieten so viele unterschiedliche Regionen, Städte und Landschaften, dass man sich bei der Planung erstaunlich schnell darin verlieren kann. Meine Aufgabe sehe ich deshalb nicht darin, noch weitere 20 Möglichkeiten hinzuzufügen. Ich möchte aus den vielen Möglichkeiten die Reise herausarbeiten, bei der ich am Ende sagen kann: Die passt zu euch.

Und wenn es doch nicht der Südwesten wird?

Dann ist das überhaupt kein Problem.

Vielleicht wird es Florida. Vielleicht Neuengland. Vielleicht New York in Kombination mit weiteren Zielen im Osten. Vielleicht die Carolinas. Oder eine Route, über die die Kunden vor unserem Gespräch noch gar nicht nachgedacht hatten.

Die USA sind groß genug für sehr unterschiedliche Reisen.

Und wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum die Frage nach dem richtigen Reiseziel am Anfang manchmal so schwer zu beantworten ist.

„Wir möchten in die USA“ reicht für den Anfang

Wenn du also gerade vor Google Maps sitzt und dich fragst, wie du New York, Miami, Las Vegas, den Grand Canyon und Yellowstone in drei Wochen unterbringen sollst, kannst du die Karte ruhig erst einmal wieder zumachen.

Du musst noch nicht wissen, wohin deine USA-Reise gehen soll.

Du musst auch noch keine Liste mit Hotels, Nationalparks und Tagesetappen vorbereitet haben.

Manchmal reicht für den Anfang tatsächlich ein einziger Satz:

„Wir möchten in die USA.“

Den Rest finden wir heraus.

Deine USA-Reise. Individuell geplant.

Du möchtest die USA individuell entdecken? Ich plane deine Reise persönlich – mit passenden Flügen, Hotels, Mietwagen und einer Route, die wirklich zu deinen Wünschen passt.


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