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USA-Supermarkt: Was landet bei mir im Einkaufswagen?

ca. 6 Min. Lesezeit

Ich mag amerikanische Supermärkte. Da kann ich gar nicht genau sagen, warum. Eigentlich brauche ich auf einer USA-Reise meistens nur ein paar Getränke, etwas fürs Frühstück und ein paar Snacks für unterwegs. Trotzdem kann ich problemlos eine halbe Stunde durch einen Harris Teeter laufen und mir ansehen, was es alles gibt.

Vielleicht gehört das für mich inzwischen einfach zum USA-Urlaub dazu. Andere gehen in jedes Hard Rock Cafe, ich gehe eben in den Supermarkt.

Und natürlich gibt es ein paar Sachen, die bei mir fast jedes Mal im Einkaufswagen landen. Manche brauche ich während der Reise, andere nehme ich mit nach Hause. Zwei Flaschen Chick-fil-A Sauce gehören zum Beispiel inzwischen zum Pflichtprogramm.

Meine Supermarkt-Kurzfassung

  • Harris Teeter: mein Favorit, wenn ich im Osten der USA unterwegs bin
  • Walmart: weniger schön, dafür bekommt man dort fast alles
  • Aldi & Lidl: irgendwie vertraut und gleichzeitig ziemlich amerikanisch
  • Für unterwegs: Wasser, Obst, Snacks und ein bisschen Frühstück reichen meistens
  • Für zu Hause: Fire Roasted Tomatoes, Jalapeños, Süßigkeiten, Bud Light und Chick-fil-A Sauce

Was ist eigentlich anders als bei uns?

Wer zum ersten Mal in einem amerikanischen Supermarkt steht, wird sich schnell zurechtfinden. Am Ende ist es eben ein Supermarkt. Obst und Gemüse liegen in der Produce-Abteilung, Milch und Joghurt stehen im Kühlregal und irgendwo gibt es Brot, Getränke, Tiefkühlpizza und Süßigkeiten.

Anders ist vor allem die Auswahl. Muss es von einem Frühstückscereal wirklich ein halbes Regal voller Geschmacksrichtungen geben? Vermutlich nicht. Gibt es sie trotzdem? Natürlich.

Das Gleiche passiert einem bei Chips, Saucen, Softdrinks oder Süßigkeiten. Und genau da fängt für mich der Spaß an. Ich schaue mir gerne an, was es gibt, entdecke irgendwelche neuen Sorten und kaufe am Ende garantiert wieder irgendetwas, das vorher nicht auf meiner Liste stand.

Was ebenfalls auffällt: Viele Supermärkte haben große Deli- und Bakery-Bereiche und eine ordentliche Auswahl an fertigen Gerichten. Salate, Sandwiches, Sushi, Hähnchen oder andere warme Gerichte bekommt man oft direkt im Markt. Für einen Roadtrip ist das gar nicht schlecht, wenn man abends keine Lust mehr auf ein Restaurant hat.

Harris Teeter – da gehe ich einfach gerne rein

Wenn ich an der Ostküste unterwegs bin, gehört Harris Teeter zu meinen Lieblingssupermärkten. Vor allem in den Carolinas und Virginia begegnet einem die Kette immer wieder.

Warum ausgerechnet Harris Teeter? Gute Frage.

Die Märkte gefallen mir einfach. Sie wirken meistens etwas ruhiger und angenehmer als die riesigen Walmart Supercenter, die Frischeabteilungen sind ordentlich und auch Deli und Bakery finde ich gut. Wenn ich nur Lebensmittel brauche und die Wahl zwischen Walmart und Harris Teeter habe, fahre ich zu Harris Teeter.

Mehr Wissenschaft steckt tatsächlich nicht dahinter.

Mein Tipp bei Harris Teeter

Viele Sonderpreise bei Harris Teeter gelten nur mit der VIC-Kundenkarte. Ich frage an der Kasse einfach manchmal den nächsten Kunden, ob ich seine Karte benutzen darf: “Excuse me, could I use your VIC card?”

Das hat bei mir schon oft funktioniert. Natürlich gibt es darauf keinen Anspruch und spezielle digitale Coupons müssen deshalb nicht automatisch funktionieren. Aber bei den normalen VIC-Angeboten kann man so durchaus ein paar Dollar sparen.

Was kaufe ich für den Roadtrip?

Früher hätte ich wahrscheinlich viel zu viel eingekauft. Inzwischen halte ich es ziemlich einfach. Es bringt nichts, den Kofferraum mit Lebensmitteln vollzupacken, die man anschließend zwei Wochen durch die USA fährt.

Ein paar Flaschen Wasser müssen mit. Dazu vielleicht Bananen oder Trauben, etwas Salziges wie Pretzels oder Chips und ein paar Müsliriegel oder Nüsse. Fürs Frühstück nehme ich je nach Hotel auch Bagels oder etwas Ähnliches mit.

Hat das Zimmer einen Kühlschrank, kann man natürlich noch Joghurt, Cream Cheese, Käse oder ein paar andere gekühlte Sachen kaufen.

Das war es bei mir meistens schon.

Nicht für die ganze Reise einkaufen

In den USA kommt der nächste Supermarkt ziemlich sicher. Ich kaufe deshalb lieber für die nächsten Tage ein, statt am ersten Abend Proviant für zwei Wochen in den Mietwagen zu laden. Gerade Getränke, Obst und Snacks kann man jederzeit nachkaufen.

Walmart: nicht schön, aber manchmal genau richtig

Bei Walmart sieht die Sache etwas anders aus. Wegen der Atmosphäre fahre ich dort eher nicht hin. Ein Walmart Supercenter ist groß, funktional und manchmal auch ein bisschen chaotisch.

Lebensmittelabteilung in einem Walmart Supercenter in den USA

Dafür ist Walmart auf einer Rundreise unglaublich praktisch.

Du brauchst Wasser und Frühstück? Gibt es. Sonnencreme vergessen? Gibt es. Ladekabel kaputt? Gibt es. Eine kleine Kühlbox für den Mietwagen, Medikamente, ein T-Shirt oder irgendeinen anderen Kleinkram? Die Chancen stehen gut, dass du nicht noch in einen zweiten Laden fahren musst.

Deshalb ist Walmart für mich eher der Problemlöser. Gerade am Anfang einer Reise fahren wir dort durchaus mal vorbei, wenn noch verschiedene Sachen fehlen. Für einen gemütlichen Lebensmitteleinkauf würde ich Harris Teeter trotzdem vorziehen.

Und dann gibt es noch Aldi und Lidl

Ein bisschen kurios finde ich Aldi und Lidl in den USA schon.

Man kommt hinein und vieles sieht erst einmal aus wie zu Hause. Vor allem bei Aldi ist das Prinzip sofort wiederzuerkennen: kein riesiger Schnickschnack, viele Eigenmarken und ein vergleichsweise überschaubares Sortiment.

Dann schaut man ins Regal und merkt ziemlich schnell, dass man eben doch nicht in Deutschland ist. Das Sortiment ist auf amerikanische Kunden zugeschnitten – mit entsprechenden Snacks, Cereals, Saucen, Tiefkühlprodukten und Packungsgrößen.

Aldi findet man mittlerweile in vielen Teilen der USA. Lidl ist deutlich weniger verbreitet und begegnet einem vor allem an der Ostküste.

Wer einfach Lebensmittel für die nächsten Tage braucht und einen Aldi oder Lidl in der Nähe hat, kann dort durchaus vorbeischauen. Gerade wenn man etwas auf die Kosten achten möchte, sind beide eine gute Alternative.

Lebensmittel können ganz schön ins Geld gehen

Wer deutsche Supermarktpreise gewohnt ist, muss bei manchen Sachen in den USA erst einmal schlucken.

Vor allem frisches Obst und Gemüse, Käse, Aufschnitt, Brot und manche Milchprodukte finde ich teilweise ziemlich teuer. Dazu kommt, dass man als Urlauber gerne zu kleineren oder praktischeren Packungen greift – und die sind aufs Kilo gerechnet nicht unbedingt ein Schnäppchen.

Auch der schnelle Einkauf an der Tankstelle geht ins Geld. Zwei Getränke, eine Tüte Chips und irgendein Snack kosten dort schnell deutlich mehr als im Supermarkt.

Ich mache daraus im Urlaub trotzdem keine große Sparaktion. Wenn Harris Teeter gerade gegenüber vom Hotel liegt, fahre ich nicht noch zehn Kilometer zu Aldi, um ein paar Dollar zu sparen.

Ein bisschen vergleichen lohnt sich aber schon. Bei Walmart sind Hausmarken häufig günstiger, Aldi und Lidl sind einen Blick wert und bei Harris Teeter sollte man auf die VIC-Angebote achten. Vor allem Wasser würde ich immer im Supermarkt kaufen und ein paar Flaschen im Auto haben.

Und was kaufe ich für zu Hause?

Jetzt wird der Einkaufszettel persönlicher. Denn ein paar Dinge landen bei mir nicht im Hotelzimmer, sondern im Koffer.

Fire Roasted Tomatoes

Davon nehme ich meistens zwei Dosen mit. Die landen zu Hause irgendwann in einer Bolognese. Natürlich könnte ich auch in Deutschland Tomaten kaufen. Aber die Fire Roasted Tomatoes schmecken etwas anders und gehören inzwischen einfach zu meinem USA-Einkauf.

Diced Jalapeños

Das Gleiche gilt für ein paar kleine Dosen Diced oder Chopped Jalapeños. Die brauche ich zu Hause für meinen Käsedip. Zwei oder drei kleine Dosen nehmen im Koffer kaum Platz weg und reichen eine ganze Weile.

Süßigkeiten für die Kollegen

An der Candy-Aisle komme ich sowieso nicht vorbei. Ein paar amerikanische Süßigkeiten für die Kollegen müssen mit.

Was genau, entscheide ich spontan. Dafür ist die Auswahl einfach zu groß – und meistens finde ich irgendeine Sorte, die ich vorher noch nicht gesehen habe.

Eine Dose Bud Light

Ja, wirklich nur eine Dose.

Die ist auch nicht für den Urlaub gedacht, sondern für zu Hause. Wenn die Reise vorbei ist, kommt irgendwann der Abend, an dem ich die Fotos auf den Rechner ziehe, aussortiere und bearbeite. Dazu mache ich mir eine Dose Bud Light auf.

Ob Bud Light nun gutes Bier ist, lassen wir an dieser Stelle lieber offen. Darum geht es überhaupt nicht. Für mich gehört es einfach zu diesem Abend dazu.

Zwei Flaschen Chick-fil-A Sauce

Und die sind nicht verhandelbar.

Chick-fil-A Sauce gibt es in amerikanischen Supermärkten auch in großen Flaschen. Davon kommen bei mir mindestens zwei mit nach Deutschland.

Warum zwei? Weil eine irgendwann leer ist.

Mein Einkauf für zu Hause

Zwei Dosen Fire Roasted Tomatoes für die nächste Bolognese, zwei oder drei kleine Dosen Jalapeños für den Käsedip, Süßigkeiten für die Kollegen, eine Dose Bud Light für den ersten Fotoabend zu Hause und mindestens zwei Flaschen Chick-fil-A Sauce.

Damit wäre die Liste eigentlich komplett. Eigentlich. Irgendetwas anderes findet sich am Ende dann doch noch.

Was würde ich beim ersten USA-Urlaub machen?

Gar nicht lange darüber nachdenken.

Wenn ein guter klassischer Supermarkt wie Harris Teeter in der Nähe ist, geh dort einkaufen. Brauchst du neben Lebensmitteln noch allerlei andere Sachen, ist Walmart wahrscheinlich praktischer. Liegt Aldi oder Lidl auf dem Weg und du möchtest einfach Wasser, Frühstück und ein paar Snacks kaufen, spricht auch nichts dagegen.

Und ruhig einmal ohne Einkaufszettel durch die Gänge laufen. Gerade wenn man zum ersten Mal in den USA ist, macht das durchaus Spaß.

Du musst ja nicht gleich zwei Flaschen Chick-fil-A Sauce kaufen.

Das kommt vielleicht beim zweiten Urlaub.

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