Zum Hauptinhalt springen

USA-Fotobuch – warum meine Reise jeden Abend noch einmal beginnt

ca. 6 Min. Lesezeit

Von einer USA-Reise komme ich normalerweise mit hunderten Fotos nach Hause. Eigentlich kein Wunder. Das Smartphone ist immer dabei, ein Foto kostet nichts und im Zweifel drückt man eben noch einmal auf den Auslöser.

Früher war das bei mir noch eine ganz andere Veranstaltung. Da gehörte ein großer Kamerarucksack mit mehreren Objektiven zum Reisegepäck. Heute reicht mir für meine Reisefotos meistens die Kamera meines iPhones. Die Qualität ist für das, was ich damit machen möchte, mehr als ausreichend – und vor allem habe ich die Kamera wirklich immer griffbereit.

Das führt allerdings zu einem neuen Problem: Es entstehen viel zu viele Fotos.

Und deshalb beginnt mein Fotobuch eigentlich schon während der Reise.

Mein kleines Abendritual im USA-Urlaub

Nach einem langen Reisetag gibt es bei mir meistens noch eine kleine Nachtschicht.

Ich hole mir eine Dose eiskalte Cola oder auch mal ein Bud Light und suche mir einen Platz im Außenbereich des Hotels oder in der Lobby. Dann nehme ich mein Handy und gehe die Fotos des Tages durch.

Und dabei wird großzügig aussortiert.

Unscharf? Weg. Fast das gleiche Motiv noch einmal? Weg. Ein Foto, bei dem ich schon beim Anschauen nicht mehr weiß, warum ich es eigentlich gemacht habe? Ebenfalls weg.

Von einem normalen Reisetag bleiben am Ende vielleicht 20 bis 30 Fotos übrig. Die besten davon bearbeite ich direkt ein wenig auf dem Smartphone.

20 Fotos von der Freiheitsstatue braucht niemand

Natürlich kann man die Freiheitsstatue aus verschiedenen Perspektiven fotografieren. Aber muss man anschließend wirklich 20 nahezu identische Aufnahmen behalten? Ich versuche, mich für die besten Bilder zu entscheiden. Das macht das spätere Anschauen wesentlich angenehmer – für mich und erst recht für alle anderen.

Warum ich schon während der Reise aussortiere

Ich kenne mich gut genug: Wenn ich nach drei Wochen USA mit 1.500 oder 2.000 unsortierten Fotos nach Hause komme, wird die Aufgabe nicht gerade attraktiver.

Während der Reise dagegen weiß ich noch genau, was an diesem Tag passiert ist. Ich kann ähnliche Aufnahmen direkt miteinander vergleichen und entscheiden, welches Bild bleiben darf.

Das hat für mich gleich zwei Vorteile.

Zum einen habe ich jeden Abend schon eine vernünftige Auswahl für meinen WhatsApp-Status. Zum anderen wächst auf meinem Handy nicht jeden Tag ein immer größerer Berg aus Fotos, von denen sich später ohnehin niemand mehr die Hälfte ansehen möchte.

Nach der Reise sind meine Bilder deshalb bereits weitgehend sortiert, ausgewählt und bearbeitet. Und genau diese Auswahl bildet anschließend die Grundlage für mein Fotobuch.

Ein Reisetag bekommt maximal zwei Doppelseiten

Auch beim Fotobuch versuche ich, mich zu beschränken. Bei mir bekommt ein Reisetag normalerweise maximal zwei Doppelseiten.

Das klingt zunächst vielleicht wenig. Tatsächlich zwingt es mich aber dazu, noch einmal zu überlegen, welche Bilder den Tag wirklich erzählen.

Geöffnete USA-Fotobücher mit unterschiedlich gestalteten Doppelseiten und Reisefotos

Manche Fotos gefallen mir so gut, dass sie eine komplette Seite für sich bekommen. Bei anderen Motiven funktioniert eine kleine Serie viel besser: drei oder vier Bilder nebeneinander, die zusammen eine Situation oder einen Ort zeigen.

Genau das macht mir an der Gestaltung Spaß. Es gibt bei mir kein festes Raster, das auf jeder Seite identisch aussieht. Ich probiere herum, verschiebe Bilder und entscheide dann, welche Aufteilung für den jeweiligen Tag am besten funktioniert.

Fotobuch-Doppelseite mit großformatigen Reisefotos aus dem Zion National Park

Weniger Bilder machen das Fotobuch meistens besser

Ich versuche nicht, jedes brauchbare Urlaubsfoto irgendwie im Fotobuch unterzubringen. Das Buch soll die Reise erzählen und kein vollständiges Fotoarchiv sein. Ein richtig gutes Bild darf deshalb bei mir lieber eine ganze Seite bekommen, als zwischen sieben anderen Fotos unterzugehen.

Warum ich mein Fotobuch mit CEWE mache

Ich nutze dafür seit Jahren die Software von CEWE. Nicht, weil es keine anderen guten Anbieter gäbe, sondern weil ich damit gut zurechtkomme. Warum sollte ich also wechseln?

Wer sein Fotobuch ebenfalls dort gestalten möchte, findet hier die Fotobücher von CEWE.

* Affiliate-Link: Wenn du CEWE über diesen Link aufrufst und dort etwas bestellst, erhalte ich möglicherweise eine Provision. Für dich ändert sich am Preis dadurch nichts.

Ein Fotobuch ist natürlich nicht ganz günstig. Je nach Größe, Seitenzahl, Papier und Ausstattung kommt schon ein ordentlicher Betrag zusammen.

Für mich gehört das inzwischen trotzdem zu einer größeren Reise dazu.

Fotos auf dem Handy habe ich auch – aber schaue ich sie mir an?

Das ist für mich der entscheidende Punkt.

Natürlich bleiben meine Bilder auch digital erhalten. Und theoretisch könnte ich jederzeit auf dem Smartphone durch die Fotos vergangener Reisen scrollen.

Nur mache ich das kaum.

Ein paar Wochen nach einer Reise verschwinden die Bilder zwischen Screenshots, Alltagsfotos und den Aufnahmen der nächsten Monate. Sie sind noch da, aber ich schaue sie mir nicht mehr bewusst an.

Bei einem Fotobuch ist das anders.

Wenn Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen nach einer Reise fragen, kann ich ihnen ein Buch in die Hand drücken. Sie können selbst darin blättern und müssen nicht neben mir stehen, während ich auf einem viel zu kleinen Handydisplay von Bild zu Bild wische.

Und irgendwann landet das Buch anschließend bei mir im Regal.

Und dann hole ich es irgendwann wieder heraus

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass ich jede Woche meine alten Fotobücher aus dem Regal hole. Nicht einmal jeden Monat.

Aber ein- oder zweimal im Jahr passiert es.

Dann nehme ich mir abends eines der Bücher, setze mich mit einem kühlen Getränk hin und blättere noch einmal durch eine vergangene Reise.

Und plötzlich sind viele Kleinigkeiten wieder da, an die ich vorher überhaupt nicht mehr gedacht habe. Ein Hotel, eine Straße, ein Restaurant oder irgendeine Situation unterwegs, die längst aus dem Gedächtnis verschwunden war.

Genau deshalb mache ich diese Bücher.

Es geht mir nicht darum, möglichst viele Fotos auf möglichst vielen Seiten unterzubringen. Es geht darum, aus hunderten Bildern die vielleicht 200 oder 300 herauszusuchen, die eine Reise für mich festhalten.

Und eigentlich beginnt diese Auswahl schon am Abend im Hotel – mit dem Handy in der einen und einer kalten Cola oder einem Bud Light in der anderen Hand.

Das Fotobuch kommt erst später. Aber wenn ich es Jahre danach wieder aus dem Regal ziehe, kann ich die Reise noch einmal ein kleines Stück erleben.

Und das schafft bei mir kein Handydisplay.

Deine USA-Reise. Individuell geplant.

Du möchtest die USA individuell entdecken? Ich plane deine Reise persönlich – mit passenden Flügen, Hotels, Mietwagen und einer Route, die wirklich zu deinen Wünschen passt.


Auch interessant

Reisende orientieren sich nach der Ankunft an der Beschilderung eines amerikanischen Flughafens
Immigration, Anschlussflug, Mietwagen und Rückreise: Was dich am Flughafen in den USA erwartet und warum du davor keine Angst haben musst.
Zwei persönliche Fotobücher von USA-Reisen in den Südwesten und nach Alaska
Hunderte Urlaubsfotos und nach der Reise schaut sie niemand mehr an? Warum mein Fotobuch schon während der USA-Reise entsteht.
Roadtrip durch einen typischen Küstenort in Neuengland
Wie entsteht eigentlich eine individuelle USA-Rundreise? An unserer geplanten Neuengland-Reise 2028 zeige ich, wie aus ersten Ideen nach und nach eine Route wird.